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Golfclub Kitzbühel |
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Ried Kaps 3 6370 Kitzbühel Tirol Österreich Email: gckitzbuehel@golf.at Website Phone: 0043.(0)5356.63007 Fax: 0043.(0)5356.63007-7
Eröffnung: 1955 Contact Person: Werner Gandler Pro: Roland Stepek Club Sekretär: Tina Schlosser Greenkeeper: Paul Aschaber, Walter Heufler, Reinfried Fankhauser, Andreas Obernauer, Christian Stoeckl Fernmitgliedschaft:
Ausstattung Golfplatz:
Par Weiß (Herren): 70 Länge in Meter Weiß (Herren): 5.610 Slope Weiß (Herren): 131 CR Weiß (Herren): 70,7 Par Gelb (Herren): 70 Länge in Meter: 5.148 Slope Herren: 122 CR Herren: 68,5 Par Schwarz (Damen): 70 Länge in Meter Schwarz (Damen): 4.690 Slope Schwarz (Damen): 125 CR Schwarz (Damen): 70,7 Par Rot(Damen): 70 Länge in Meter Damen: 4.266 Slope Damen: 118 CR Damen: 68,7 caDDiix Trainingsautomat: No HCP Vorgabe Damen: -36 HCP Vorgabe Herren: -46 Softspikes-Pflicht: Yes Mitgliedschaft:
Description: In 30 ha ungestörter Parklandschaft mitten in Kitzbühel, ein Par 5 vom Kirchturm9-Loch Golfplatz A-ROSA Kitzbühel Schloß Kaps
Die Geschichte des Golf Club Kitzbühel von 1955 bis 2007Die ,Idee, im berühmten Wintersportort Kitzbühel einen Golfplatz zu errichten, bestand schon in den 1930er Jahren. Vorreiter dieses Plans war der Jet‐Setter Baron Hubert Pantz, mit seinem legendären Sport & Shooting Club Schloss Mittersill. Als 1937 Pantz anlässlich des langen Aufenthalts des Herzog von Winsor auf Schloss Enzesfeld zu einem „diner dansant“ eingeladen war, gelang es Pantz mit Hilfe der Gastgeberin Kitty Rothschild und des Prinzen Dietrichstein, Edward zur Annahme der Ehrenpräsidentschaft des künftigen Mittersill Golfclubs zu überreden. Pläne für den Platz hatte bereits der berühmte englische Golfplatzarchitekt Simpson gefertigt. Die Freude über die Gunst seiner Königlichen Hoheit, dem Club ehrenhalber vorzustehen, währte nicht lange. Ein Jahr später marschierten die Nazis in Österreich ein, Pantz ging ins Exil in die USA, und der Platz wurde nicht gebaut. Es blieb auch keine Zeit, einen neuen, größeren Swimmingpool zu bauen, den sich die Woolworth‐Erbin aus Amerika, ebenfalls ein Gast auf Schloss Mittersill gewünscht hatte.
1948 kehrte Pantz das erste Mal nach dem Krieg nach Europa zurück und besichtigte natürlich sofort Schloss Mittersill. 1953 wurde der Club wieder eröffnet. Zu den Gästen zählten Prinz Sadruddin Kahn, der sich in Mittersill verlobte, Henry Ford, Bob Hope, und Bing Crosby. Die beiden letzteren waren gute Golfer und angeblich sehr angetan von einem kleinen Golfplatz, den Pantz kostengünstig selber angelegt hatte.
Bald aber entstand die Idee, einen richtigen Golfplatz zu errichten, den man gemeinsam mit dem berühmten Wintersportort Kitzbühel verwirklichen wollte. Geplant wurde der 9‐Loch Platz zuerst in der Nähe von Schloss Mittersill von dem berühmten Golfplatz-architekten John F. S. Morrison. Aber die Idee in Mittersill zu bauen, wurde schnell aufgegeben, da man kein geeignetes Gelände finden konnte. Der Plan einen Golfplatz zu errichten, war inzwischen von DR. Carl Lamberg, dem Besitzer von Schloss Kaps in Kitzbühel, aufgegriffen worden.
Durch die Vermittlung vom Prinz Croy kamen Graf Lamberg und Baron Pantz zusammen, und man vereinbarte, nun auf den Gründen von Schloss Kaps den Platz zu errichten.
Dr. Carl Graf Lamberg ( 1911‐1977 ), gebürtiger Linzer und promovierter Jurist, hatte mit dem Golfsport schon vor dem zweiten Weltkrieg in Dellach Bekanntschaft gemacht, er wusste also, was für den Bau eines Golfplatzes benötigt würde – das Geld sollte ohnehin aus Mittersill kommen. Auch die offiziellen Stellen waren an der Errichtung eines Golfplatzes sehr interessiert, und so fand Lamberg die Unterstützung von Baron Carl Menshengen, dem Direktor des Verkehrsvereins und von Baron Camillo von Buschmann, den Bürgermeister der Stadt Kitzbühel.
Die erste Gründungsversammlung fand am 1. Februar 1955 in der Kanzlei von Dr. Buschmann statt. Beteiligt waren für den Sport & Shooting Club Schloss Mittersill Baron Pantz und Alex Hohenlohe und für den Kitzbühler Verkehrsverein Camillo Buschmann und Carl Menshengen.
Die Zeit verging, aber das Geld aus Mittersill wollte und wollte nicht kommen. So ergriffen die Kitzbühler unter Dr. Carl Graf Lamberg alleine die Initiative und bauten mit einigen jungen Kitzbühlern, allen voran der heute noch aktive und immer lustige Hans Stolzlechner, eine Anlage die Generationen von Kitzbühlern und Gästen aus aller Welt viel Freude machen sollte.
Architekt Morrison kam einmal nach Kitzbühel, plante den Platz ( neun Striche ) wurde aber von da an nie wieder in Kitzbühel gesehen. Dr. Carl Lamberg übernahm die Bauaufsicht und half selbst mit, wenn Not am Mann war. Als finanzieller Retter konnte die Österreichische Casino Gesellschaft gewonnen werden.
Am 30. Juli 1955 wurde der Platz offiziell eröffnet. Am Abschlag versammelten sich eine Reihe von Festgästen, unter der Patronanz von Bürgermeister schlugen zu den Klängen der Stadtmusik u.a. der berühmte amerikanische Filmschauspieler Bob Hope und Skiweltmeister Christian Pravda die ersten Bälle ab. Da aber mangels geeigneter Geräte ‐ die bestellte Mähmaschine war nicht rechtzeitig eingetroffen – die Fairways noch in einem bedauernswerten Zustand waren und die die Bälle in kniehohen Gras verschwanden, zogen es die Honoratioren, allen voran Bob Hope, vor nach wenigen Schlägen sich dem Clubhaus und dem Alkohol zuzuwenden. Kitzbühler Anzeiger vom 6. August 1955 „ Der Golfplatz in Kitzbühel befindet sich noch im Bau; es kann daher mit der Aufnahme eines ordentlichen Spielbetriebes heuer noch nicht gerechnet werden. Einen Golfplatz kann man nicht alleine mit Materialien zusammenbauen, ihn muss auch die Natur heranreifen“.
Am 1. Oktober 1955 folgte im Grandhotel die erste Generalversammlung, unter den elf Gründungsmitgliedern ging DR. Buschmann als erster Präsident hervor. Weitere Gründungsmitglieder waren Dr. Carl Graf Lamberg, Paul Himmelreich, Gustav Ottens, Dr.Glaser, Guido Reisch, Max Werner sen., Prinz Toni Croy und Gräfin Smeccia.
Nicht nur Bob Hope kam wieder, auch der Maharadscha von Baroda, die Windsors und viele andere Prominente erfreuten sich an der beeindruckenden Bergkulisse. Neben Hope spielten der armenische Millionär Nubor Gulbenikan, der mit seinem Rolls‐Royce vorfuhr, eine bedeutende Rolle. Der Chauffeur durfte Caddie gehen. Auch Ian Fleming, der Erfinder von James Bond, spielte in Kitzbühel und einige seiner ersten Ideen entstanden im Kitzbühler Clubhaus.
Christian Pravda war ein Golf‐Unikum: Er lernte Golf in Amerika als Linkshänder und brachte es auf das beachtliche Handicap 8. Nach Kitzbühel zurückgekehrt, beschloss er, sich zum Rechtshänder “umzuschulen“ und verbesserte sich auf Hadicap 3. Aber auch den wohl berühmtesten Sohn Kitzbühels, Toni Sailer zog es hinauf zum neuen Golfplatz. Nachdem Toni mit Prinz Croy in seiner ersten Golfrunde jeweils ein Birdie auf der fünften und der achten Spielbahn spielte war auch Toni nicht mehr von der kleinen weißen Kugel zu trennen.
Erster Pro war der Engländer James Baker, der möglicherweise mit jenem Pro identisch war, der in der Zwischenkriegszeit im Country Club Bukarest den Rumänen das Golfspielen beibrachte. Mrs. Baker, seine Frau kochte im damaligen Clubhaus Kapsermühle. Am Samstag den 14, Juli 1956 fand das erste Turnier statt. 22 Teilnehmer aus 6 Nationen kämpften um den Sieg. Der ägyptische Spitzenamateur Prinz Habib Sursock aus Kairo bezwang Heinrich Harrer und W. H. Liebman aus New York. Mr. Baker und Guido Reisch spendeten die Preise und es kann angenommen werden, das es feucht und spät wurde. Kitzbühler Anzeiger, 21. Juli 1956: „ Mit diesem Turnier guter internationaler Besetzung hat der Kitzbühler Golfplatz seine volle Turnierreife unter Beweis gestellt. – Das nächste Wettspiel findet am 5. August 1956 um den Preis des österreichischen Golfverband statt.“
In den folgenden Jahren entwickelte sich eine rege Turniertätigkeit, bei der viele weitere Kitzbühler die Gelegenheit hatten, sich als Pioniere des Golfsports zu etablieren. Namen wie Paul und Herta Himmelreich, Gustav Ottens, Willi Winterstein, Martin und Hermann Thurnherr, Karl und Fifi Monitzer, Möllinger, Stolzlechner u.a.sind mit der Entwicklung von Golf in Kitzbühels eng verbunden. Max Lamberg startete seine Golfkarriere mit ersten Ergebnissen und Toni Sailer war dem Spiel sowieso verfallen. Auch Percy Lippitt, Oskar Bartenstein, Familie Hölzl und Franz Brugger sind zu nennen, ebenso wie Jakob Dobringer, Sepp Kerscher, Frau von Perner, Arnold Lerchbaumer, Konrad Staudinger oder Klaus Haslmayr.
Der Golfsport hatte in Kitzbühel schnell Fuß gefasst, die Mitgliederzahl im Jahr 1958 betrug bereits 98 und die Qualität der Spieler stieg ständig. Wesentlich dazu beigetragen hat der englische Pro Douglas Steiner, der es verstand, jedem die richtige Freude am Golfspiel zu vermitteln. Seine Frau erledigte in liebenswürdiger Weise die Büroarbeiten, von seinen Töchtern Virginia und Nadja interessierte sich insbesondere letztere für Golf und beteiligte sich bereits als Kind an Turnieren. Später sollte sie sogar ins Profilager überwechseln und die erste Proette in Österreich werden. Steiner verbrachte die Wintermonate auf den Bahamas, wo er 1966 starb.
Der Club pflegte rege Kontakte zu anderen Clubs, insbesondere zu den Salzburgern und den Berchtesgadenern, mit denen man Interclubwettkämpfe durchführte. Kitzbühel entwickelte sich zu einem führenden Club in Österreich, der seine Spitzenstellung auch über jene Zeit hinaus halten konnte, als die Anzahl der Plätze bereits gestiegen war. Dies bezeugen der oftmalige Gewinn der österreichischen Mannschaftsmeisterschaft 13‐mal) und die Austragung der Nationalen (1965, 68, 1971) und Internationalen Österreichischen Meisterschaften ( 1958, 1959, 1962 ). Die steigende Anzahl an Teilnehmern war für einen 9‐Loch Platz letztlich nicht mehr tragbar, und somit konnten Meisterschaften nicht mehr nach Kitzbühel‐Kaps vergeben werden. |
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